Berichterstattung über die Projektwoche 2016

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Die Schülerinnen von „Straßenmusik“ bei ihrem Auftritt in der AWO Tagespflege.
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Viele Experimente gab es in „Chemische Analyse“ zu bewundern.

Schule und Spaß? – Ja, mit der Projektwoche!

Was hat es damit auf sich, in die Schule zu kommen, keine Klingel zu hören, im Verlaufe des Tages liebliche Gerüche sowie Gesang wahrzunehmen und alle Schüler fröhlich anzutreffen?
Dieses entspannte Arbeitsklima entsteht einmal jährlich am Perleberger Gottfried-Arnold-Gymnasium aufgrund der Projektwoche.
Seit mehreren Jahren können Schülerinnen und Schüler bereits ein halbes Jahr zuvor eigene Ideen und Wünsche für die Woche bei der Lehrerin Anke Hildebrandt einreichen und auch mit Unterstützung ein eigenes Projekt leiten. Somit ist für jeden etwas dabei: Seien es sportliche Aktivitäten, kreatives und künstlerisch Begabtes, Geschichtsinteressiertes, Kultur- und Gesellschaftsprojekte, etwas im naturwissenschaftlichen Bereich oder auch ein Betriebspraktikum ist möglich. Auf der Schülerkonferenz im März wurden all diese abwechslungsreichen Projekte präsentiert und in der folgenden Woche hatten die Schüler die Qual der Wahl ihren Erst- und Zweitwunsch einzureichen. Wer an welchem Projekt teilnimmt, wurde durch die aushängenden Teilnehmerlisten Ende Mai bekannt gegeben.

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Vorhang auf für „Eine irre Komödie“.

In der Woche vom 04. bis 08. Juli war es dann so weit: In diesem Zeitraum arbeiteten nun alle Schülerinnen und Schüler der siebten bis elften Klasse an über 20 verschiedenen Projekten in den Schulhäusern des Gymnasiums und in der Turnhalle. Zur Dokumentation gab es auch in diesem Jahr eine eigene Projektgruppe. Die dortigen Schülerinnen und Schüler waren die ganze Woche über unterwegs, um in alle Gruppen reinzuschnuppern. Letztendlich wurde eine Onlinezeitschrift auf der Schulhomepage erstellt, wo alle Projekte mit Steckbriefen und zahlreichen Fotos vorgestellt werden.
Im Haus II des Gymnasiums lud der intensive Geruch von Gebäck schon am ersten Tag förmlich ein, dieses Projekt näher kennenzulernen. Dabei handelte es sich um die Gruppe „Mit Kultur und Kulinarik um die Welt“. Doch nicht nur dieses Projekt verließ Europa und kocht andere Spezialitäten, sondern auch bei „Tradition und Moderne Japans“ ging es nach Asien und die Teilnehmer erkundeten freudig das Leben und die Sprache dieser Nation unter anderem durch einen Besuch des japanischen Gartens in Berlin.

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Sportlich ging es zu bei „Volleyball“ in der Rolandhalle.

Bei der Projektwoche wird aber nicht nur erkundet, sondern auch nachgestellt. So ging es in einem Projekt um die Nachgestaltung römischer Alltäglichkeiten. Des Weiteren besuchten einige Teilnehmer in dem Projekt „Kalter Krieg – Was wäre wenn?“ die Vergangenheit und „Kennenlernen historischer Orte in der Prignitz“ ebenfalls. Sie machten Radtouren und schauten sich so Orte an, die in unseren Augen unwesentlich und uninteressant sind, doch in historischer Sicht von großer Bedeutung sind. Das Fotoprojekt unternahm ebenfalls eine Radtour. Sie haben viele interessante sowie schöne und mit Gefühlen verbundene kreative Bilder gemacht. Kreativ waren „Straßenmusik“ und „Eine irre Komödie“ ebenso. Dort übten die Teilnehmer Stücke, einerseits musikalisch und andererseits schauspielerisch. Die Teilnehmer von Straßenmusik zeigten ihr Talent zudem auch öffentlich in der Perleberger Innenstadt. Außerhalb der Schulgebäude waren dazu die sportlichen Projekte, wie Volleyball, Tischtennis und Selbstverteidigung aktiv. Bei dem „Yoga“-Projekt fanden alle ihre innere Mitte in der Turnhalle der Kreismusikschule. Es reicht für ein Leben, aber nicht nur die innere Mitte zu finden, sondern auch die über die richtige Ernährung mehr zu erfahren, so war es auch in der Projektgruppe „Gesunde Ernährung“.

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Die „Rettungshundestaffel“ auf Flächensuche.

Die „Rettungshundestaffel“ hat den Schülern dieses Projekts den Umgang mit den Tieren näher gebracht und gelehrt wofür Hunde alles in der Lage sind. Aus der Biologie gehen wir nun aber in die Chemie über. Bei „Chemische Analyse“ wird viel experimentiert und den Schülern die Chemie verständlich erklärt. Neben der Chemie kam die Informatik nicht zu kurz. In der „HTML-Programmierung“ wurde den Gymnasiasten beigebracht, wie sie Onlineseiten erstellen können. In einem anderen Projekt ging es um die Dualzahlen in der Mathematik und Informatik.
Die Klasse 9.3 hatte sogar ihr eigenes Projekt. In den ersten drei Tagen ging es an den Ruppiner See auf Klassenfahrt. Anschließend wurden Ergebnisse zusammengetragen und ausgewertet.
Nicht nur die Klasse fährt auf Fahrt. „Amerika – Hin und zurück“ war ein eigenes Projekt, für alle Teilnehmer, die Anfang Oktober nach Iowa in die USA fahren.
Zu guter Letzt werden alle Projekte nach der Fahrtenwoche am 19. Juli im Perleberger Gymnasium präsentierten. Ebenso gibt die Onlinevorstellung auf der Schulhomepage und der Facebook-Seite der Schülerzeitung GAG Times Auskunft. Das Ganze wurde zur Verfügung gestellt und ausarbeitet von der Dokumentationsgruppe, die alle Projekte begleitete, Interviews führte und fotografisch festgehalten hat.

Projektwoche 2016
Leckere Speisen aus fernen Ländern gab es von dem Projekt „Mit Kultur und Kulinarik um die Welt“.

Von Elisa M. Schlosser