Wohin nach Klasse 6?: Gymnasium mit Ganztagsvielfalt

Wohin gehe ich nach der Grundschule? Eine Frage, die gegenwärtig viele Sechstklässler beschäftigt. Doch durch Corona besteht in diesem Jahr nicht die Möglichkeit, sich in den weiterführenden Schulen umzusehen, die Tage der offenen Tür finden nicht statt. Deshalb will der „Prignitzer“ in den nächsten Ausgaben diese Schulen vorstellen, denn ab dem 8. Februar müssen die Jungen und Mädchen ihre Anmeldeformulare abgeben.


„Mehr als Schule!“ Diesen Satz hört man oft, wenn die Schüler des Gottfried-Arnold-Gymnasiums über ihre Schule sprechen. Und dabei weisen sie auf die Dinge hin, die neben dem Unterricht in Deutsch, Mathematik, Musik und all den anderen Fächern, den Alltag am Perleberger Gymnasium ausmachen. Worauf sie ganz stolz sind, ist die „ausgeprägte Schülerstruktur mit Mitgestaltungsrecht“, sagt Schülersprecher Jeremias Telschow. „So treffen sich regelmäßig die Schülervertreter.“ Ein Ergebnis im vergangenen Jahr sei ein kritisches Schreiben an Bildungsministerin Britta Ernst gewesen. Ein Ergebnis der engagierten Arbeit der Schülervertretung.


Philipp Falkenhagen, stellvertretender Schülersprecher, verweist auf die regelmäßig stattfindende Klassenleiterstunde hin. Alle ein bis zwei Wochen stehen 90 Minuten zur Verfügung, um mit dem Klassenlehrer und den Schülersprechern anstehende Probleme zu besprechen. Das Gymnasium ist eine offene Ganztagsschule, an der es nach dem Unterricht verschiedene Arbeitsgemeinschaften und Förderangebote gibt. Die Bandbreite reicht dabei vom Chor und der Theater-AG über die Koch-AG bis hin zur Aktionsgruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und der Schülerzeitung „GAG-Times“. Zu den Angeboten gehören aber auch Hausaufgabenstunden sowie Förderung in einzelnen Fächern.


Das Corona-Jahr hat auch die Lehrer und Schüler vor neue Herausforderungen gestellt. So sind inzwischen Schulcloud und Online-Klassenzimmer in den Schulalltag integriert. „Somit sind Videokonferenzen möglich, Lernportale können genutzt werden und es bestehen Möglichkeiten zum digitalen Austausch von Aufgaben“, so der stellvertretende Schülersprecher Edgar Stütz.


Erfolgreich etabliert hat sich die Schülerfirma am Gymnasium. Sie ist die erste, die erfolgreich ein Patent anmelden konnte. Hier nutzten die Schüler Kooperationen mit dem Bundeswirtschaftsministerium sowie mit verschiedenen Netzwerken.
„Es gibt über unsere Schule noch viel zu berichten“, so die drei Schülersprecher. Die schuleigene Kantine mit täglich zwei Wahlessen, Desserts, Salaten und Snacks wollen sie auf keinen Fall vergessen. Auch nicht die erfolgreichen Musical-Inszenierungen der Gymnasiasten und den engagierten Förderverein, der verschiedene Projekte unterstützt.


Sie würden ihre Schule auf jeden Fall wieder wählen: Und wenn sie nur einen Grund benennen sollten, wie würden sie das begründen? Da müssen sie nur kurz überlegen und bringen ein Zitat der Schulleitung: „Wir sind eine demokratische Schule und legen sehr viel Wert auf ein soziales Miteinander.“
Denn wenn das stimmt, klappt’s auch mit dem Lernen, sind sich die Schülersprecher einig.


Quelle: Renè Hill, Der Prignitzer vom 14.01.2021 | https://www.svz.de/30854002
Fotos: Philipp Falkenhagen und Jonas Wieck

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