Anderes Land, anderes Leben

Seit einigen Wochen besucht ein fremdes Gesicht unsere Schule. Damit sind nicht die neuen Siebtklässler gemeint, sondern der 17-jährige Shohislombek Solijonov. Da dieser Name für uns kaum aussprechbar ist, wird er von seinen Lehrern Sascha genannt. Seine Freunde nennen ihn King,  da sein Name mit King of Islam übersetzt werden kann.

Geboren ist Sascha in Fergana in Usbekistan. Im Alter von 12 Jahren ist er gemeinsam mit seiner Familie in die Vereinigten Staaten von Amerika ausgewandert. Dort lebt er in New Jersey und besucht die Southern Regional High School. Aber nicht in diesem Jahr, denn bis zu den Sommerferien wird er im Rahmen eines Auslandjahres an unserer Schule die zehnte Klasse besuchen.

In Amerika ist er im Vorstand des regionalen „Red-Cross“, also dem regionalen Roten Kreuz. Wenn er gerade nicht für das rote Kreuz tätig ist, übt und kämpft er für das Wrestling Team seiner Schule oder spielt diverse Instrumente wie Klavier oder Violine. Russisch, Koreanisch und Englisch beherrscht er neben anderen Sprachen am besten.

Sascha 2Nach Deutschland kam er durch das Austauschprogramm „AFS-CBYX“, das jährlich 350 amerikanischen Schülern die Möglichkeit bietet Deutschland kennenzulernen. Auf die Idee sich für dieses zu bewerben,  kam er durch einen Freund seiner Familie, dessen Sohn ein Jahr früher an diesem Programm teilnahm. „Ich freue mich, dass ich durch dieses Programm Deutschlands Kultur und Lebensweise kennenlernen und erleben darf“, erklärt der 17-jährige.

Auf die Frage nach dem größten Unterschied antwortet Sascha so: „Im Vergleich zu Amerika ist Deutschland soviel kleiner.“ Generell beschreibt er, dass Deutschland „reich an Geschichte“ sei und „viele alte Gebäude“ habe. Außerdem sagt er, dass die Schule in Amerika einen viel größeren Platz im Leben eines Schülers einnehme. Das läge an den zahlreichen Clubs in denen viele Schüler tätig seien.   

Das beste an Deutschland sind für Ihn  die Menschen und das Essen. „Die Leute hier sind so großzügig und nett und ich wurde so herzlich von allen aufgenommen“.  „Die Natur und die Städte sind so wunderschön“. Die Landschaft sei ihm schon bei seiner Anreise aufgefallen. Die Vielfalt der Tiere und Pflanzen habe ihn überwältigt. „Ich bin sehr dankbar für diese tolle Möglichkeit und genieße das Leben in Deutschland“, erklärt Sascha abschließend.


Text: Lennart Fester
Fotos: Philipp Falkenhagen

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