Autorenlesung mit Antje Wagner

Zu einer ganz besonderen Buchlesung waren die beiden Deutschkurse des zwölften Jahrgangs unseres Gymnasiums eingeladen. Die im Jahr 1974 in Lutherstadt Wittenberg geborene deutsche Schriftstellerin Antje Wagner präsentierte ihr Buch „Vakuum“ aus dem Jahr 2012. „Sie stellte nicht einfach nur stumpf ihr Buch vor, sondern erzählte aus ihrem Leben, was es heißt Autorin zu sein, ging auf Charaktere des Buches näher ein und sprang von Textstelle zu Textstelle, aber ohne etwas Wichtiges zu verraten“, berichtet Schülerin Madita Kudla, die selbst mit Vor Ort war. „Antje Wagner hat das echt gut gemacht, fast schon schauspielerisch. Uns hat das sehr gut gefallen.“ Auch nach der Veranstaltung nahm sich die Schriftstellerin für die Schüler viel Zeit: „Wir konnten uns mit ihr ganz privat unterhalten und Fragen stellen, worauf sie uns Antworten gab“, heißt es von Madita Kudla weiter. „Mein drittes Jugendbuch behandelt ein Thema, das ich schon immer mal schreiben wollte: Das Ende der Welt“, so Antje Wagner selbst zu ihrem Werk „Vakuum“.

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Schriftstellerin Antje Wagner (l.) mit Schülerinnen unseres Gymnasiums im Gespräch.

 

Zur Schriftstellerin Antje Wagner:

Antje Wagner ist in Wartenburg aufgewachsen und studierte deutsche und amerikanische Literatur- und Kulturwissenschaften in Potsdam und Manchester, später arbeitete sie als Kellnerin und Sprecherin. Sie schreibt Romane und Erzählungen für Erwachsene und Jugendliche und übersetzt auch aus dem Englischen. Für ihre Arbeiten erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung nahm sie 2012 in den Kanon der besten 20 deutschsprachigen Schriftsteller unter 40 Jahre auf. Antje Wagner lebt in Hildesheim und Potsdam.

Inhalt ihres Buches „Vakuum“:

Tamara sitzt im Zug nach Mannheim: Sie soll endlich mehr über ihre leibliche Mutter erfahren. Kurz dämmert sie ein und als sie die Augen wieder öffnet, steht der Zug und alle anderen Passagiere sind weg.
Alissa war auf der kleinen Insel nur kurz eingenickt, aber als sie aufwacht, ist alles anders. Ihre Freunde sind spurlos verschwunden, die Vögel zwitschern nicht mehr. Und als sie 110 wählt, ist die Leitung tot.
Tamara. Alissa. Leon. Hannes. Kora. Sie alle haben einen dunklen Fleck in ihrer Vergangenheit und erleben nun, was es heißt, allein zu sein. Denn am 17. August um 15.07 Uhr passiert das Undenkbare: Die Zeit bleibt stehen, und alle Menschen um sie herum sind plötzlich verschwunden.
In diesem beängstigenden Vakuum finden die fünf Jugendlichen nach und nach heraus, dass sie auf geheimnisvolle Weise miteinander verbunden sind …

Kritik:

„Das (die Figurengestaltung) ist neben der ganz herrlichen und bildreichen Sprache die große Stärke der Autorin. Die kann wirklich glaubwürdige Figuren mit ganz viel Tiefe und Schärfe zeichnen und auch so einen erstaunlichen Wandel mit denen durchmachen. Und das macht sie zu einer der talentiertesten JugendbuchautorInnen, die es zurzeit in Deutschland gibt.“
» Katrin Faludi: ERF Evangeliums-Rundfunk

Text: Phil Haverbeck und Marcus J. Pfeiffer
Foto: Gisela Schulz

 

 

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