Besuch aus Amerika

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Schülerinnen und Schüler der Clear Creek Amana High School aus Tiffin zu Gast am Perleberger Gymnasium.   Foto: Marcus J. Pfeiffer

Im Oktober vergangenen Jahres reisten zehn Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen elf und zwölf unseres Gymnasiums nach Amerika. Anlass war der Besuch unserer Partnerschule, die Clear Creek Amana High School in Tiffin, Iowa. Im März kamen acht Amerikaner aus den neunten bis zwölften Klassen zum Gegenbesuch an unsere Schule nach Deutschland.
Seit 2005 findet zwischen dem Gottfried-Arnold Gymnasium und der amerikanischen Highschool ein regelmäßiger Schüleraustausch statt.  Jedes zweite Jahr fliegen einige Elft- und Zwölftklässler nach Amerika. Wenige Monate später kommt ein Gegenbesuch aus Amerika.
Bei regelmäßigen Treffen haben sich die amerikanischen Schüler bereits zuvor auf den Deutschlandaufenthalt vorbereitet und über die Kultur, Sprache und Verkehrsmittel informiert sowie über das Thema „Was nehme ich mit?“.

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Am Abend des Frühlingsballs.   Foto: privat

Zahlreiche Verspätungen bei den Flügen nach Deutschland machten die diesjährige Anreise zu einer regelrechten Tortur, wie die amerikanische Deutschlehrerin Linsey Choun berichtet. Insgesamt waren die Amerikaner mehr als 24 Stunden unterwegs, nur der erste Flug in den USA flog planmäßig. Grund der Verspätung war unter anderem der Streik des Bodenpersonals an deutschen Flughäfen.
Endlich angekommen stand erst einmal ein Wochenende in den Gastfamilien bevor. Denn wie in Amerika erfolgte die Unterbringung auch in Deutschland innerhalb von Gastfamilien, wodurch die Schüler den deutschen Familienalltag erlebten und auch intensiv daran teilnehmen durften.
In der Woche darauf ging es zunächst in den Unterricht, der vollkommen anders abläuft, als in ihrer Heimat, wie zu erfahren war. Das war für viele eine richtige Umstellung.
Der erste Eindruck von Deutschland war vor allem die Kälte, so die Schülerin Dayton McCaw. Doch das Essen fand sie großartig, vor allem Döner. Auch die Möglichkeiten zum Shopping faszinierte sie.

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Die Amerikaner mit ihren deutschen Gastgeschwistern am letzten Tag vor der Abreise.   Foto: Marcus J. Pfeiffer

Zwei Schulfahrten gab es während ihrem Aufenthalt in Deutschland. In Schwerin besichtigten sie das Schloss und schauten sich die Stadt an. Zum ersten Mal deutsche U-Bahn fahren machte Berlin möglich, wie die Schülerin Gracie Downes berichtet. Ebenso wurde das Holocaust-Denkmal besichtigt, was für alle ein sehr schöner kultureller Beitrag war. Doch das Highlight war ganz klar der traditionelle Frühlingsball vom Abiturjahrgang so kurz vor der Heimreise.
So schön Deutschland auch war vermissen beide Schülerinnen selbstverständlich auch Freunde und Familie in den USA. Doch für beide steht fest, eines Tages wollen sie noch einmal nach Deutschland zurückkommen.
Am meisten werden Sie ihre Gastfamilien vermissen, denn mittlerweile haben sich richtige Freundschaften aus den Austauschbesuchen entwickelt. „Wir haben uns trotz Sprachbarrieren immer verstanden, auch mit Händen und Füßen“, meint Laura Kähler, eine von Vielen, die die Amerikaner bei sich aufnahm.
Gestern in den frühen Morgenstunden hieß es dann Abschied nehmen, als die Schülerinnen und Schüler aus den USA nach zwölf Tagen wieder die Heimreise antraten.

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Die Schülergruppe vor dem Reichstagsgebäude in Berlin.   Foto: privat

Text: Marcus J. Pfeiffer

 

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