Aus den USA nach Deutschland

Amerikaner InterviewBereits seit einem drei viertel Jahr besucht der amerikanische Austauschschüler Scott Weaver unsere Schule, das Perleberger Gottfried-Arnold-Gymnasium, in der zehnten Klasse. Der 19-Jährige kommt aus der amerikanischen Kleinstadt Grand Haven, im US-Bundesstaat Michigan. Dort besucht er die Grand Haven High School, wo er intensiven Deutschunterricht von einen Lehrer aus Deutschland bekam, daher seine ausgezeichneten Sprachkenntnisse. „Ich bin nach Deutschland gekommen, um mein Deutsch noch besser zu festigen“, berichtet der Schüler. „In Amerika unterhalte ich mich mit meinen Freunden und der Familie nur im amerikanischen Englisch. Hier in Deutschland lerne ich die Sprache zu jeder Zeit. Mein Ziel ist es, Schwächen, wie beispielsweise in der Betonung, auszubauen.“ Bereits vor seinem Auslandsjahr in Deutschland war der Schüler in anderen europäischen Staaten, unter anderem in Frankreich und den Niederlanden. Schon damals fand er die europäische Kultur, Gesellschaft und Landschaft faszinierend. Nun kam er zu uns in die Prignitz, wo er herzlich bei Familie Groschinski in Lübzow aufgenommen wurde. „Ich habe mich gleich von Anfang in der Prignitz sehr wohl gefühlt, in Perleberg habe ich mich gleich gut zurechtgefunden. Das Einzige woran ich mich erst einmal gewöhnen musste, war das Klima. Es war so ganz anderes als in Amerika.“ Der Schüler hat in diesem Schuljahr bereits viele schöne Momente miterlebt, sein Highlight ist das deutsche Weihnachtsfest: „Wunderschön und vor allem sehr familiär fand ich das Weihnachtsfest“, berichtet Scott, „Es ist in Deutschland ganz anders als in meiner Heimat. Davon abgesehen, dass wir erst am 25. Dezember unsere Geschenke bekommen.“ Ein weiterer Höhepunkt für Scott war das deutsche Essen. So genoss er seinen ersten Döner.Datei:Flag of the United States.svg
Seine Freizeit verbringt der 19-Jährige ganz unterschiedlich: „Ich lese sehr viel, am liebsten Fantasy Romane, wie Harry Potter, genieße aber auch gerne einfach mal die Stille oder verbringe Zeit mit meinen Freunden hier in Deutschland.“ Des Weiteren berichtet der Schüler über seine Besuche in anderen größeren deutschen Städten und das er sich sehr für die Architektur und Kultur interessiert. Auch auf schöne Veranstaltungen, wie dem Perleberger Weihnachtsmarkt wird der junge Amerikaner noch lange zurückschauen. Ab und an kocht er auch amerikanisches Essen für seine Gastfamilie.
Stetigen Kontakt zu seiner Familie in der Heimat hatte Scott nur via Skype, E-Mail oder Telefon. Er freut sich schon sehr, alle wieder zusehen. Doch seine Freunde hier in Deutschland wird er schmerzlich vermissen, wenn er zum Ende des Schuljahres zurück nach Amerika fliegt. Vielleicht wird er wiederkommen: „Mein Ziel wird es sein Deutsch zu studieren und dann vielleicht in ein anderes Land zu gehen. Ob es Deutschland sein wird, habe ich mich noch nicht entschieden.“
Allgemein zieht Scott ein positives Fazit zu seinem Deutschlandaufenthalt: „Mir hat bis jetzt mein Auslandjahr sehr viel gebracht und vor allem Spaß gemacht. So habe ich nicht nur meine Sprachkenntnisse intensiviert, sondern auch die Gesellschaft, Kultur und verschiedene Redewendungen kennenlernen. Anfänglich war es hier und da in der Kommunikation etwas schwierig, doch nach einem drei viertel Jahr habe ich mich richtig gut eingelebt. Die letzten Wochen und Monate am Perleberger Gymnasium werde ich zu jeder Zeit genießen.“

Dort liegt die Heimatstadt von Scott:

Text: Johannes Reinbothe und Marcus J. Pfeiffer